Starke Drehzahlschwankungen

Themen rund um die erstmalige Inbetriebnahme des Motors
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XR2
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Starke Drehzahlschwankungen

Beitrag von XR2 » 05.08.2007, 22:33

Nach einer längeren Pause haben wir alle Sensoren überprüft und jetzt damit begonnen, die Kennfelder der Trijekt einzufahren. Im Moment haben wir aber das Problem, daß im Leerlauf selbst nach einigen Tests die Drehzahl extrem schwankt. Diese liegt dann zwischen ca. 800 - 1200 U/min. Egal ob Leerlaufregler aktiv ist oder der Motor seine Luft fürs Standgas noch über die alte Leerlaufschraube bekommt. Ist das normal wenn noch die Grundkennfelder drin sind?

Zudem scheint die Lambdasonde (LSU 4.2 an LC-1) immer wieder falsche Daten zu liefern wenn der Motor mal nicht gelaufen ist. Wie oft sollte man das Ding neu kalibrieren? Und müssen dann die Daten ins LC-1 anschließend auch neu programmiert werden?
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Beitrag von Red1600i » 06.08.2007, 09:01

Das Verhalten hatte mein Motor am Anfang auch... aber mittlerweile ist es komplett beseitigt :)

Prüfe mal dein Zündkennfeld. In der Spalte Drosselklappe=0 sollte im Bereich der Leerlaufdrehzahl ein konstanter Wert für die Zündung stehen.
Sagen wir bei bei einer gewünschten Leerlaufdrehzahl von 900 U/min:
800=8 Grad
850=5
900=5
1200=5
1600= 10....

Jedenfalls sollte die Zündung rund um den gewünschten Wert sich nicht wesentlich ändern oder er schaukelt sich auf. Nur unterhalb so bei 800 sollte mehr Frühzündung gegeben werden.


Zum Korrekturfeld: Auch das Gemisch sollte sich nicht wesentlich im Leerlaufbereich ändern. Prüfe mit der Sonde, dass das Gemisch von 800-1200 möglichst gleichmäßig bleibt. Mein Käfer Motor mag es leicht fett in diesem Bereich, aber gleichmäßig, die Sonde regelt ihn dann wieder sauber ein. Schau dir an, wie im Status die Sonde runterregelt. Das was sie abzieht, sollte konstant bleiben.

Die Leerlaufregelgeschwindigkeit sollte nicht allzu hoch stehen, bei mir steht sie auf 5%, also recht langsam. Höhere Werte lassen ihn schnell aufschaukeln. Begrenze auch seinen Arbeitsbereich, dann kann er nicht überregeln.

Was für einen Leerlauf-Regler hast du eingesetzt? Ich hatte das Problem, dass mein Regler viel zu große Querschnitte hat und selbst bei kleinen Regelschritten die Luftmenge gleich viel zuviel freigegeben hat. Eine Beilegscheibe als Drossel hat Wunder gewirkt

Viel Glück!

Martin

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XR2
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Beitrag von XR2 » 06.08.2007, 09:50

Das Zündkennfeld steht da konstant bei 12° vor OT. Das haben wir schon überprüft.

Der Leerlaufregler ist der, der in diversen Audis, Opel 2.0 16V und Turbo und vielen Passat 35i verwendet wurde. Aber wie gesagt, das Problem erzeugt er auch wenn er konstant über die alte Leerlaufschraube ohne LLRV mit Luft versorgt wird.
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Tobi
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Beitrag von Tobi » 06.08.2007, 10:43

wenn die lambdasonde eh mucken macht, würde ich das problem erstmal da suchen... denn wenn der lambdawert z.B. zwischen 0,7 und 1,1 rum schwankt, ändert sich auch die drehzahl immer wieder.

guck doch einfach ma mt dem datalinklogger was sich da so alles tut!

oder kommt der motor evtl. in die schubabschaltung, wenn die zu niedrig eingestellt ist?


gruß Tobi

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Beitrag von Red1600i » 06.08.2007, 12:17

Nur mal so... warum verwendest du 12 Grad bereits im Leerlauf? Nimm ruhig die Zündung zurück, es schadet nicht. Der Motor wird dann träger und schaukelt nicht so schlimm.

Probier ruhig mal 5 Grad und mach in die Daten im Bereich des Leerlaufs ruhig eine schöne "Badewanne". Da kannste sogar eine scharfe Nockenwelle butterzart kriegen ;)

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Beitrag von XR2 » 06.08.2007, 15:43

Red1600i hat geschrieben:Nur mal so... warum verwendest du 12 Grad bereits im Leerlauf?
Weil Ford das für den Motor so vorgibt
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Beitrag von Red1600i » 06.08.2007, 16:59

Das würde ich nicht so eng sehen. Möglicherweise ist diese Vorgabe für 100% Last gedacht, aber im Leerlauf gibt's andere Möglichkeiten. Er soll ja richtig schön soft in dem Bereich laufen. Ich kenne da auch Motoren die im Leerlauf mit Spätzündung laufen...

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Beitrag von XR2 » 08.08.2007, 17:13

nein, das paßt schon so. Ist ja vorher auch mit 12° gelaufen. Egal ob mit Verteiler oder schon mit den Doppelfunkenspulen
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Beitrag von Red1600i » 08.08.2007, 18:51

Der Verteiler hat ja nur eine Verstellung über Drehzahl, mit Unterdruckdose noch eine kleine Möglichkeit für die Lastverstellung. Das ist technische Steinzeit aus den Siebzigern.

Mit der Trijekt kannst du die Zündung über Drehzahl und Last beliebig verstellen.

Probier's doch aus, geh ruhig ein paar Grad zurück im Leerlauf bei Last = Null. Das Triebwerk wird dann träger und softer und will viel weniger schaukeln. Selbst eine 300 Grad Nockenwelle wird bei 900 U/min butterzart :)

Oder hast du nur eine einzige Verstellkurve programmiert wie ein Standardverteiler?

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Beitrag von XR2 » 17.08.2007, 00:34

Ford hat den Motor ab Werk 1981 bereits mit Computerzündung und Doppelfunkenzündspulen ausgerüstet. Nix Verteiler. Gleiches Setup ist jetzt auch nur daß der Zündungsrechner von AFT gegen die trijekt ersetzt wurde. Und da der Motor vorher mit 12° 1A funktioniert hat bleibt das auch so...
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Beitrag von Lothar » 20.08.2007, 17:59

Hallo XR2,
kann es sein das die Regelgeschwindigkeit der Lambdasonde zu hoch steht :?:

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Beitrag von XR2 » 20.08.2007, 21:22

Ich habe die Lambdasonde wie in der Dokumentation angegeben auf -60 gestellt. Ist aber wohl zu schnell, steht jetzt auf -15 und wird schon besser. Mir fehtl aber im Moment die Zeit und oft genug auch die Lust... wird wohl ein Winterprojekt :(
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