Drehzahlfehler beim Start / Springt schlecht an

Abstimmung des Motors
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Jackass1983
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Beitrag von Jackass1983 » 11.03.2009, 09:54

Hallo

Ich bin quasi gerade mit Bersi an meinem dran, und wir scheinen ein änliches Problem zu haben!
Aber ich habe hier etwas gelesen was mich stutzig macht!
Undzwar der Satz! "nicht richtig auf masse(Motormasse nicht Gebermasse) liegt. !"!
Das heißt für mich, dass die Schirmung des Induktivgebers der Kurbelwelle DIREKT an die Motormasse angeschloßen werden soll?

Ist das richtig?

Von Elektrotechnischer Sicht finde ich macht das nicht viel Sinn!
Ein schwaches Signalkabel Parallel zu einem stark Stromführenden Strang zu schalten halte ich für recht riskant!

oder interpretiere ich den Satz falsch?

Cheers Mark ( www.ST2000.de )

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Bersi
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Beitrag von Bersi » 11.03.2009, 11:12

also bei mir hatte ich das auch nochmal überprüft und meine abschirmung ist tatsächlich an der leistungsmasse der trijekt und nicht an der sensorenmasse angeschlossen.

das problem bei mir ist nach wie vor, dass er die ersten sekunden einfach kein drehzahlsignal im statusfenster anzeigt, beim kaltstart erst nach 5-8 sek. kontinuierlichen anlassens. zündoffset ist richtig eingemessen mit zündpistole, ich weiss einfach nicht mehr woran das liegen kann. ich werte übrigens die fallende taktflanke des KW-signals aus, bei steigender springt er gar nicht an.

aber im drehzahltest sehe ich werte von anfang an und auch den fehlenden zahn.

als nächsten schritt werde ich wohl am WE mal meinen ot-geber (der übrigens neu ist!) an ein oszi anschließen und mir den spannungsverlauf anzeigen lassen.

das formula student team der fh köln hatte auch startprobleme mit ihrem induktivgeber, die haben den dann gegen einen hallgeber ausgetauscht.

ich könnte mir vorstellen, dass die induzierte spannung der zetec ot-geber bei anlasserdrehzahl zu gering ist, denn wenn er warm ist, springt er meist in 2-3 sek. an, dann wurde die batterie ja auch vorher geladen. allerdings habe ich auch ne >60Ah batterie, also müsste das auch im kalten zustand gehen...

greetz,
Bersi
FORD Fiesta S MK3 mit 2,0l 16V Zetec und Trijekt

Klaus
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Beitrag von Klaus » 11.03.2009, 13:06

Hallo Bersi, wenn es so lange dauert, bis im Status die Drehzahl angezeigt, obwohl die Signale schon erkannt werden (Drehzahltest) dann wird die neue Software einen richtigen Schritt bringen. Es wurde bisher nachdem die Lücke zweimal gelesen wurde, nochmals vier Umdrehungen gewartet bis eingespritzt u. gezündet wird. Diese Zeit wurde erheblich reduziert. Komischerweise gab es aber auch bei den älteren Versionen schon Motore die relativ zügig starteten. Wenn zu Beginn des Startvorganges die Anlasserdrehzahl noch relativ niedrig ist, dann wird oftmals erst nach ein bis zwei Umdrehungen die Lücke sauber erkannt. Das addiert sich dann natürlich zu einer langen Wartezeit zusammen. Die neue Version wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Gruß Klaus

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Beitrag von Bersi » 11.03.2009, 14:08

Das hört sich doch schonmal gut an! Habe eben beim Kaltstart mal auf die Spannung geachtet, Trijekt zeigte 11,97 V vor dem Anlassen an und während der Anlasser drehte waren es noch 10,6V. Das müsste aber eigentlich ausreichen für einen sauberen Start.

Dann gedulde ich mich noch einfach ein wenig.

Gruß,
Bersi
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Beitrag von Jackass1983 » 11.03.2009, 14:16

Das sind doch mal gute Infos..

Ich freu mich dann auch mal auf das update....

Cheers Mark ( www.ST2000.de )

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Beitrag von Hermy » 11.03.2009, 21:09

Hallo

Hast du die Schaltzeit deiner Einspritzventile genau ermittelt, oder hast du den Standartwert verwendet für die Einschaltzeit, denn wenn deine Einspritzventile eine längere Einschaltzeit haben als den Standartwert, fehlt bei einer so stark sinkenden Spannung eine relativ große Einspritzmenge.

War nur mal so ein Gedanke.

Mfg Hermy

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Beitrag von Bersi » 11.03.2009, 23:23

danke für den tip hermy, aber ich hab selbstverständlich die düsen eingemessen. daran könnte es aber auch nicht liegen, da er ja noch nicht einmal einspritzt.

ich drehe den zündschlüssel um, der anlasser orgelt 7-8 sek, dann sehe ich auf dem statusfenster ne drehzahl und höre gleichzeitig die benzinpumpe anlaufen und dann springt er meist sofort an.
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Beitrag von Hermy » 11.03.2009, 23:30

Naja, dann einfach mal abwarten bis das neue update raus ist.

Mfg Hermy

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Beitrag von Bersi » 12.03.2009, 12:55

ja, ich gedulde mich artig :D

aber eine andere Sache wollte ich noch fragen:

Wenn er richtig heiss ist, also kurz bevor der Lüfter anspringt ausgeschaltet und wieder gestartet werden soll und dann auch ein Drehzahlsignal hat und versucht anzuspringen, dann zittert der Motor schütttelt den ganzen Wagen.

Bedeutet das, dass er zu fett läuft? Denn weiter als 0 kann ich ihn ja nicht abmagern bei der Start-Kennlinie. Dann müsste ich den Startwert in den Einstellwerten verringern und im "kalten" Bereich der Startkennlinie anreichern, sehe ich das richtig?
FORD Fiesta S MK3 mit 2,0l 16V Zetec und Trijekt

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Beitrag von Klaus » 12.03.2009, 16:06

Hallo Bersi, das Schütteln kann theoretisch ein zu fett oder ein zu mager laufender Motor sein. Die Start Kennlinie lasse ich meistens genau so wie in der Demo Version. Die ist auch nur für den "ersten Schuß" zuständig. Es wird einmalig beim Erkennen der Drehzahl eine relativ große Menge eingespritzt. Diese einmalige Einspritzung hat aber nichts mit der "Einspritzzeit beim Starten" zu tun. Du kannst aber bei warmem Motor mal im Status schauen mit welcher Einspritzzeit der Motor im Leerlauf optimal läuft. Dabei nicht die komplette Einspritzzeit beachten, sondern nur die Einspritzzeit aus dem Grundkennfeld. Daran kann man sich dann sehr gut orientieren. Minimal mehr eingeben unter "Einspritzzeit beim Starten". Damit sollte er immer vernünftig anspringen. Die restlichen Aufschläge für einen Kaltstart kommen ja automatisch aus dem Warmlaufkennfeld.

Gruß Klaus

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Beitrag von Jackass1983 » 16.03.2009, 20:38

Aha, ok das ist gut zu wissen!

Wird morgen dann hoffentlich in die Tat umgesetzt!

Cheers Mark

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