Problem beim Start

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Jörg
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Problem beim Start

Beitrag von Jörg » 29.05.2007, 10:01

Hallo

Ich verwende schon einige Zeit eine Trijekt-Steuerung ohne sie tatsächlich zu nutzen.
D.h. vor einiger Zeit habe ich begonnen unser altes Rennauto umzubauen.
Dieses Projekt hat dann einige Zeit "geruht", bevor ich es kürzlich wieder aufgenommen habe.

Nun habe ich gerade eine Einzeldrosselanlage verbaut.
Vorher sprang der Motor einwandfrei an und lief problemlos.
Eine Abstimmung auf dem Prüfstand hatte allerdings noch nicht stattgefunden.

Nach Einbau der Einzeldrosseln springt der Motor nur noch an, wenn ich vorher zusätzlich Benzin in die Ansaugstutzen gebe, bzw. den Verteiler ausbaue und bei eingeschalteter Zündung zwei- bis dreimal die Welle drehe, damit eingespritzt wird. (Das ist natürlich nur eine Krücke, solange das Auto in der Werkstatt steht.)

Ist er erstmal angesprungen, läuft der Motor offensichtlich einwandfrei.

Kann ich über Trijekt Benzin einspritzen lassen bevor der Motor gestartet wird, evtl. auch über einen Taster ?

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FD
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Beitrag von FD » 29.05.2007, 11:54

Hallo Jörg,
Hast Du keine Dokumentation zu Trijekt.
Du Kannst einen nicht abgestimmten Motor am besten starten indem Du Trijekt auf Handbetrieb stellst. Dann hast Du die Möglichkeit während des Startens mit der Plustaste am Laptop die Einspritzmenge so lange zu erhöhen bis der Moter anspringt. Kann man aber auch in der Hilfefunktion nachlesen (F1 Taste)
Gruß
FD

Jörg
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Beitrag von Jörg » 29.05.2007, 17:31

Doch, ich habe eine Dokumentation.

Ich muß in meinem Posting das "nur noch" durch "ausschließlich" ersetzen.
Ich habe die Einspritzzeit sogar bis auf 20.000 ms erhöht.

Er will das Benzin vor der ersten Umdrehung.
Und dann springt er auch nicht schlagartig an, sondern dreht sich langsam hoch.

Klaus
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Startproblem!

Beitrag von Klaus » 29.05.2007, 23:03

Hallo Jörg, der Motor braucht definitiv kein Benzin vor dem Starten. Ich persönlich benutze die Funktion des Handbetriebes nie. Bei einigermasen zu dem Motor passenden Einspritzventilen sollte die Startmenge immer irgendwo zwischen 1500 und 3000 MS liegen. Wenn man mit einem etwas höheren Wert anfängt, dann sollte der Motor zumindest mit leicht geöffnetter Drosselklappe anspringen. Wenn der Motor in warmem Zustand einen stabilen Leerlauf hat, dann kann man sich an der Einspritzzeit im LL orientieren. Prüfe mal, ob die Startkennlinie überhaupt eingestellt ist. In kaltem Zustand wird es ohne die nicht gehen. Du kannst einfach die Startkennlinie aus der Demo Version übernehmen.

Gruß Klaus!

Jörg
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Beitrag von Jörg » 09.07.2007, 10:26

Ich hatte das ganze Panel auseinander sowie große Teile des Kabelbaumes entfernt (nicht Trijekt-Kabelbaum) und deshalb einige Zeit alles stromlos geschaltet.

Jetzt hab ich nochmal die Einspritzanlage überprüft:

schalte ich die Einspritzdüsen gegen Masse, funktionieren sie,

schließe ich eine LED an die Stecker der Einspritzdüsen und drehe den Motor durch, blinkt sie. Die Schaltausgänge sind also wohl in Ordnung.

stecke ich die Stecker auf die Einspritzdüsen, passiert garnichts mehr.
Selbst beim Düsentest bleibt alles trocken.

Was mich jetzt nochmehr verwirrt ist, daß der Motor angesprungen ist, nachdem ich zunächst Benzin in die Ansaugstutzen eingebracht habe.
Er lief dann auch.

Ich verwende bei der Einzeldrossel Düsen (444cc, topfeed) mit 1,8 Ohm und 15 Ohm Widerstände.

In der Serienanlage befanden Düsen (sidefeed) mit 14 Ohm. Das funktionierte auch ohne zusätzliche Widerstände.

Ich bin kein Elektroniker.
Aber ist es evtl. möglich, daß die Widerstände den Schaltimpuls derart beeinflussen, daß eine LED damit gesteuert werden kann, eine Einspritzdüse jedoch nicht ?
Würde das dann auch noch erklären, warum der Düsentest nicht funktioniert ?

Grüße

Jörg

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FD
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Beitrag von FD » 09.07.2007, 12:05

Hallo Jörg,
Mach doch mal auf die Schnelle den Widerstand aus der Leitung zur Düse 1
und versuche den Düsentest mit der 14 Ohm Düse. (Bei dem Düsentest wird ja nur Zylinder 1 angesteuert)
Dann stellt sich raus ob es an den Düsen liegt.

Gruß
FD

Jörg
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Beitrag von Jörg » 09.07.2007, 14:44

@ FD

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Klar, sollte ich unbedingt nochmal probieren.
Nur weil's vorher funktioniert hat, muß das ja jetzt nicht immernoch der Fall sein.

Leider kann ich die Düsen ja nicht einfach wechseln.


Ich war übrigens grade auf Deiner HP und hab so einige Gemeinsamkeiten i.S. Motorsport festgestellt.

Grüße

Jörg

Jörg
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Beitrag von Jörg » 09.07.2007, 18:24

Mit 14Ohm-Düsen ohne Widerstände funktioniert der Düsentest,
mit Widerständen höre ich die Düse summen, es bleibt aber trocken.

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Tobi
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Beitrag von Tobi » 09.07.2007, 20:27

öhm...

du klemmst vor die 14ohm düsen noch 15ohm widerstände oder wie hat man das zu verstehn?

du teilst damit die spannung an der düse auf rund 6-7 volt runter...

bei 1,8ohm düsen und 15ohm widerständen sind bei 14volt betriebsspannung grade mal 1,5volt an der düse, der rest am vorwiderstand...

kann das überhaupt so gehn???
wieviel spannung braucht denn so ne einspritzdüse?


gruß Tobi

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Beitrag von Red1600i » 09.07.2007, 21:20

Also das sollte so nicht funktionieren!

Düsen mit 1.8 sind für die Trijekt unbrauchbar, sie kann nur maximal 1.5A pro Ausgang schalten. Damit sollte der minimale Widerstand in Summe etwa 9 Ohm nicht unterschreiten.

Du könntest theoretisch Widerstände mit etwa 7 Ohm in Reihe zu den Ventilen schalten, damit könnte sogar was funktionieren. Aber richtig empfehlenswert halte ich das nicht.

Kannst du nicht ganz normale 15 Ohm Düsen einsetzen?

Jörg
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Beitrag von Jörg » 09.07.2007, 21:20

Hallo Tobi

An den Düsen liegt Batteriespannung an.
Trijekt schaltet die Masse und die Widerstände liegen in der Schaltleitung.

Grüße

Jörg

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Tobi
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Beitrag von Tobi » 09.07.2007, 21:33

An den Düsen liegt Batteriespannung an.
öhm...nö ;-)

wenn die in reihe geschaltet sind, liegen die 12-14volt an der reihenschaltung der "verbraucher" und teilt sich somit bei 2 mal ca.15ohm auf 2 mal ca.6-7volt auf!


gruß Tobi

Jörg
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Beitrag von Jörg » 09.07.2007, 21:33

@ red1600i

15 Ohm-Düsen kann ich bestimmt verwenden.
Ich wollte halt zunächst mit dem arbeiten, was ich habe.

Die 14 Ohm Düsen sind mit 256 cc etwas klein dimensioniert und außerdem seitlich gespeist. (Passen nicht in die Einspritzleiste der Einzeldrossel)

In der Einzeldrosselanlage sind aber die 1,8 er Düsen, die von oben gespeist werden.
Wenn`s damit nicht geht, werde ich wohl andere beschaffen müssen.


[/quote]

Jörg
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Beitrag von Jörg » 15.07.2007, 22:38

So, Düsen sind ersteigert.

Jetzt hoffe ich, daß ich Boschdüsen ohne allzugroßen Änderungsaufwand verbauen kann ( wäre auch für die Zukunft sicherlich von Vorteil) und dann sollte alles funktionieren.

Danke schonmal allen, die sich hier eingebracht haben.

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