Benzindruckregler

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XR2
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Benzindruckregler

Beitrag von XR2 »

Ich habe gerade meine "neuen" Einspritzdüsen getestet. Die Werte mit 838 bei 12V und 506 bei 14,2 V sehen soweit ja ganz gut aus, sind jedenfalls in der Bandbreite die in den Einstellwerten vorgegeben werden. Aber jetzt die gorße Frage: Bei mir ist serienmäßig ein Benzindruckregler verbaut, der unter Vollast 3 bar im Rail hält, bei mehr Unterdruck geht der Benzindruck auch zurück. Die Schaltzeiten wurden jetzt natürlich mit stehendem Motor und ohne Unterdruck gemessen, also mit 3 bar. Im Leerlauf verändert sich der Druck und damit sollten sich auch die Einspritzmengen ändern. Soll der Regler also mit der Trijekt verwendet werden oder lieber nicht???
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Tobi
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Beitrag von Tobi »

Also entweder ich verstehe die Frage nicht so ganz, oder du hast grad nen Denkfehler drin...

Auf die Schaltzeit dürfte sich der Benzindruck eigentlich kaum bis garnicht auswirken.

Die Schaltzeit ist ja die Zeit, die Vergeht von "Spannung anlegen" bis "Ventil öffnet". Und die ist hauptsächlich Spannungsabhängig. Die Benzinmenge ändert sich zwar mit dem Druck, aber die Schaltzeit bleibt ja die selbe.

Also den Regler kannste so eigentlich verwenden.
Und die gemessene Schaltzeit ist auch OK.



gruß
Tobi

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XR2
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Beitrag von XR2 »

Ja schon, aber die Menge ändert sich dann? Heißt die Trijekt meint sie spritzt eine gewisse Menge ein, die ist aber im Leerlauf z.B. etwas geringer wegen des niedrigeren Benzindrucks...
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Bersi, über welche Lasterfassung hast Du den Motor denn am Laufen? Alpha/N oder Saugrohrdruck? Bei der Variante mit Saugrohrdruck würde ich den Regler auf alle Fälle angeklemmt lassen. Wichtig für die Einspritzmenge ist doch nur die Differenz vom Benzindruck zur Umgebung in die eingespritzt wird. An dieser Differenz ändert sich ja garnichts, weil der Benzindruck in einem ähnlichen Verhältnis wie der Saugrohrdruck abgesenkt wird. Auserdem kann man doch alles einstellen und ausgleichen. Es wird also so oder so laufen. Bei Motoren mit Alpha/N Abstimmung klemme ich den Regler meistens ab.

Gruß Klaus

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Tobi
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Beitrag von Tobi »

Bei Motoren mit Alpha/N Abstimmung klemme ich den Regler meistens ab.

warum eigentlich?

Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Tobi, weil die Membran in dem Regler nicht immer exakt gleich schnell arbeitet. Bei der Alpha/N Abstimmung will man ja immer bei einem definierten Betriebspunkt die gleich Benzinmenge haben. Theoretisch ist mal der Druck noch höher und mal schon niedriger. Das ist nur ein zusätzlicher "Unruhefaktor". Zudem haben die meisten Motoren mit Alpha/N Abstimmung, Einzeldrosselklappen. Da müsste man den Regler dann an alle Zylinder anschliessen um Pulsationen einigermasen zu unterbinden. Wenn man das nur an einem Zylinder anschliesst, dann schaue Dir mal an, was der Benzindruck im Leerlauf macht. Motoren, die man über Saugrohrdruck abstimmt, haben in der Regel eine Zentrale Drosselklappe mit einem entsprechenden Saugrohrvolumen. Da macht es Sinn den Regler anzuschliessen.

Gruß Klaus

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can239
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Beitrag von can239 »

Hallo
Also in der Einbauanleitung von Trijekt steht definitiv drin, das der Unterdruckeingang am Benzindruckregler nicht angeschlossen werden soll.
Daran habe ich mich gehalten und alle Fahrzeuge ob Saugrohrdruck, oder alpha/N fahren ohne den Anschluß - Denke mal es ist besser immer einen konstanten Druck zu haben und alles über die Software anzupassen.
Beim Turbo könnte ich mir noch vorstellen den Anschluß zu verwenden denn wenn er drückt wird sofort die Menge dann angehoben aber ich habe noch keinen Turbo gemacht und habe daher keine Infos ob es so besser geht oder nicht.

Gruß Jens

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Red1600i
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Beitrag von Red1600i »

Hmmm, über das Weglassen des Unterdruckanschlusses des Benzindruckreglers habe ich auch schon nachgedacht.

Kann der Regler bei einem relativ kleinen Sammlervolumen Probleme mit einem unruhigen Leerlauf verursachen? Und wird die Geschichte mit scharfen Nockenwellen dann noch schlechter?

Wird das Luftmasse-Korrekturfeld dann nicht wesentlich höher/gebirgiger, wenn er im Leerlauf dann mit 3 bar statt mit rund 2,5bar einspritzt im Leerlauf? Da muss doch dann rund 16% weniger eingespritzt werden?

Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo, der Benzindruck wird im Leerlauf abgesenkt und nicht angehoben. Ein 3 Bar Regler zieht dann im LL den Druck auf ca. 2,5 Bar runter. Das hat theoretisch überhaupt keinen Einfluss auf die Einspritzmenge, wenn der Druck 1:1 zum Saugrohrdruck verändert wird. Im Verhältniss zu einem abgeklemmeten Unterdruckanschluss macht es natürlich einiges aus. Da auch alle Serienautos mit Luftmassenmesser diesen Unterdruckanschluss haben, wird es schon OK sein, ihn auch zu verwenden. Es geht selbstverständlich aber auch ohne.

Gruß Klaus

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Red1600i
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Beitrag von Red1600i »

Ich bin jetzt mal ein Stunde rumgedüst und habe mir das Korrektur-Kennfeld dabei angesehen.

Ich hatte erwartet, dass es beim Leerlaufbereich eine Art Abgrund bildet... das Gegenteil ist der Fall. Es wird wesentlich gleichmäßiger und der Hügel bei Drosselklappe=0 und höheren Drehzahlen baut sich mehr und mehr ab... es wird richtig eine schöne Ebene.

Der Leerlauf hat sich ebenfalls verbessert, diese kleinen Unruhen sind besser geworden. Ich hatte das immer auf die scharfe Nockenwelle als Ursache geschoben... dabei sind es tatsächlich Störungen aus dem Benzindruckregler. Klar, es hat mit dem Unterdruck im Saugrohr zu tun, der stärker pulsiert als beim Serienmotor.

So, es bringt was, den Schlauch am Regler nicht anzuschließen. :D

JK-Turbotechnik
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Re: Benzindruckregler

Beitrag von JK-Turbotechnik »

Ich hätte da noch eine Frage bezüglich des Grunddruckes wenn der Benzindruck vor Inbetriebnahme eines Turbomotors eingestellt wird.

Und zwar.:

1.Macht man es so, dass man je nach Düsenangabe(zb. 470ccm bei 3 Bar) im Leerlauf ohne Vacuumanschluss die 3 Bar einstellt..

oder

2. Dass man 3,5 Bar ohne Vacuumanschluss einstellt, da man ja dann mit dem Unterdruck im Leerlauf dann "ca. 3Bar" hat

3. Oder richtet sich der Benzin-Grunddruck nach der unter Vollast benötigten Einspritzmenge (zb. wenn man bei 2 bar Ladedruck 600ccm(5,5Bar Benzindruck) braucht, muss man mit 3,5Bar Benzindruck im Leerlauf starten, sonst erreicht man den nötigen Durchsatz nicht.)

Ich denke mir auch wenn man den Benzindruck ohne Vaccum auf 3 Bar einstellt und dann das Vacuum anklemmt hat man doch nurmehr 2,5 Bar Druck und somit ein schlechtes Spritzbild, oder??

Ich hoffe ich konnte meine Fragen verständlich stellen!

mfg. Jürgen

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Hermy
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Re: Benzindruckregler

Beitrag von Hermy »

Wenn du ein z.B. 630ccm E-ventil verwendest Menge ist ja für 3bar angeben (in der regel), dann solltest du auch den Benzindruck so einstellen sprich Unterdruck ab und dann die 3bar einstellen.
Problem ist halt wenn die E-Ventile zu klein sind und du versuchst das dann über den Benzindruck zu kompensieren, bis 4bar würde dann z.B. noch gehen dann hättest du ja bei 2bar ladedruck 6bar Benzindruck, aber je höher der Grunddruck um so mehr wird die Pumpe belastet, und bei steigendem Druck sinkt immer auch die Förderleistung.

Also E-Ventile immer so auslegen (zumindest beim Turbomotor) das man mit 3-4bar Grunddruck klar kommt.

Mfg Hermy

JK-Turbotechnik
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Re: Benzindruckregler

Beitrag von JK-Turbotechnik »

OK.

Alles klar soweit ..

Danke..

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